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Interview Andrè
Kuhlmann 

Hallo Andrè! Vielen Dank erstmal dass du dir für boardscout.de und Flow Snowboarding Zeit genommen hast. Zu Beginn erstmal, wie geht es dir und wo treibst du dich zurzeit herum?

Hallo und Danke der Nachfrage – mir geht es sehr gut, ich bin nach einer abwechslungsreichen Saison gerade von meinem Trip aus dem Schnalstal nach Hause gekommen und bin nun einige Tage hier.

Welche Pläne hast du für die kommende Saison?

Natürlich möchte ich auch kommende Saison gerne wieder filmen und fotografieren und hoffentlich mehr Powder als diese Saison erwischen. Bestimmt kreuzen auch wieder einige Contests meinen Weg.

Bevorzugst du Contests oder Videoproduktionen? Was macht dir persönlich mehr Spaß? 

Früher war ich ein klassischer Contestfahrer, wobei es mir schon früh gefallen hat für Shootings (Video und Foto) unterwegs zu sein. Da habe ich mich auch dann Schwerpunktmäßig drauf konzentriert.  Wobei, in diesem Jahr bin ich den ersten deutschen Ride Shakedown in meiner Heimatstadt Garmisch-Partenkirchen mitgefahren und auch den Wängl Tängl in Mayrhofen. Auch die Deutsche Halfpipe Meisterschaft am Nebelhorn war ein Ehrentermin – wenn schon nach Jahren wieder eine Halfpipe in Deutschland steht. Also Contests kreuzen immer mal wieder meine Saison, hauptsächlich bin ich aber mit Isenseven und Fotografen unterwegs.


Im aktuellen Isenseven Teaser machst du deinen Double Cork. Hast du dich schon lange davor mit der Materie „Double Flips“ auseinander gesetzt und wie hast du dich auf diesen Trick vorbereitet?

Natürlich sind heutzutage „Double Flips“ in aller Munde, richtig drauf vorbereitet oder damit auseinandergesetzt habe ich mich aber im Vorfeld nicht. Ich konnte mir diverse Rotationsrichtungen vorstellen und an diesem Trip waren wir mit Isenseven im Gebiet um Leogang unterwegs, der Kicker fühlte sich gut an, der Schnee war geeignet und ich hab bei Sprüngen davor gemerkt, dass die Rotation passen würde – also habe ich es einfach ausprobiert und es hat ja auch funktioniert.

Alternativ wird das Jibben auf kleineren, aber möglichst kreativen Obstacles immer populärer. In welchem Terrain fühlst du dich wohl?

...kleine kreative Obstacles? Seitdem es in Norddeutschland phasenweise mehr Schnee hat als bei uns probieren halt auch die Kids in den Städten mehr Dinge aus – und wo kein Berg ist muss halt die nächste Tonne oder Treppengeländer herhalten.. Ich fühl mich doch eher im Backcountry wohl.

In welche Richtung wird sich im Bezug darauf deiner Meinung nach die Szene entwickeln?

Meiner Meinung nach wird das Streetfahren sicherlich weiter ausgebaut werden, da gerade für Videoproduktionen hierbei schnell und wetterunabhängiger Shots erzielt werden können. Natürlich wird das Contestniveau auch weiterhin steigen, denn ohne Doubles oder bald vielleicht Triples sieht man dann schon alt aus... Ich frage mich nur, wann es hier dann stylemäßig zu viel des guten wird und nur noch nach der Devise „spin2win“ läuft.

In Deutschland steht seit kurzem wieder eine Pipe. Haben sich die Mühe und die Zeit, die investiert wurde gelohnt oder hingt man in Sachen Pipe und Parkbau in Deutschland hinterher?

Ob sich die Mühe und die Zeitinvestition gelohnt hat? Keine Frage, das ist natürlich super gut und auch längst überfällig gewesen, das in Deutschland wieder ein Pipe steht. Natürlich ist diese jetzt nicht für den Trainingsstandard, wie ihn Profifahrer von Weltcup-Pipes gewohnt sind, so gut geeignet. Doch wo sollen die Nachwuchsfahrer denn herkommen? Wo haben die Kids denn sonst die Möglichkeit sich langsam an das Thema Pipefahren zu gewöhnen? Wie kann es denn sein, dass Deutschland keine einzige Halfpipe hatte? In welcher anderen Sportart hat man keine Trainingsstätte im eigenen Land? Also daß sich hier die Mühe und Zeitinvestition gelohnt hat steht für mich außer Frage.

Nun zum Thema Pipe und Parkbau und ob Deutschland hinterher hängt...ach ja Pipe und hinterher hängen... Da sind wir doch wieder beim Thema Trainingsstätte! Leider muß ich  jetzt sagen „damals“...ja, es waren noch andere Zeiten als „damals“ eine Superpipe auf der Zugspitze gestanden ist. Trainieren war dort super – und ganz ehrlich, da haben deutsche Gebiete leider in den letzten Jahren beim Thema Pipe zu wenig getan.

Das Thema Parkbau sieht allerdings schon etwas anders aus, die Bemühungen hier sind deutlich erkennbar, allerdings natürlich noch stark ausbaufähig.

Bei der Deutschen Meisterschaft 2011 waren viele „alte Hasen“ am Start. Warum war so wenig der deutsche Nachwuchs vor Ort? Woran lag das deiner Meinung.

Ja wo sollen denn die Kids trainieren? Mama und Papa haben bestimmt nicht immer Lust den Nachwuchs jedes Wochenende 3-4 Stunden irgendwo zum trainieren zu einer Pipe ins Nachbarland zu fahren. Wir haben uns früher einfach in den Zug gesetzt und sind bis auf die Zugspitze mit der Zahnradbahn gefahren. Genauso haben es auch die Münchner gemacht und alle hatten ihren Spaß in der Superpipe, da war auch ein Xaver Hoffmann, Jan Michaelis und Christoph Thoresen-Weber dabei. Am Wochenende war die Pipe dann brechend voll. Leider haben die deutschen Kids die Möglichkeit ja bisher nicht so gehabt. Deswegen gibt es wohl auch mehr Nachwuchsfahrer im Railbereich, in den Skihallen in der Mitte und im Norden Deutschlands finden Sie hier Trainingsmöglichkeiten und auch sonst findet man in jedem Park in Süddeutschland Rails...nur leider keine (bzw. jetzt eine) Pipe. Also waren es eben jene „alte Hasen“ aus Zugspitzzeiten, die auch bei der Deutschen Meisterschaft 2011 in der Pipe wieder am Start waren und ihrer Leidenschaft freien Lauf ließen.

Du hattest schon oft die Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zuschauen. Konntest die USA und viele andere Länder besuchen. Welcher Trip hat dir am besten gefallen und welches Land möchtest du noch gerne bereisen?

Jedes Land hat so seinen Reiz, ein Trip der etwas anderen Art und daher auch aufregend, war der letztjährige nach Spitzbergen. Mit Skidoos stundenlang ohne einer Menschenseele zu begegnen über Täler und Gletscher zu fahren, Rentiere und Robbenbabys zu sehen, auf den Berg zu hiken so ganz ohne irgendeinen Lift in der Nähe, und für ein paar Tage ein Biwak bei den Eisbären auf zu , das war toll. Auf meiner Trip-Wunschliste steht Alaska für die Zukunft ganz oben, so unendliche Möglichkeiten des Backcountrys sind schon reizvoll!

Seit letzter Saison bist du für Flow Snowboarding unterwegs. Was sind für dich die wichtigsten Vorteile dieser Marke und warum?

Die Snowboards sind einfach von guter Qualität. Mit Flow verbindet man ja meist die Easy Entry Bindung, dabei sollte man wirklich bei Gelegenheit mal die Snowboards testen. Normalerweise habe ich früher pro Saison mindestens zwei Bretter kaputt gefahren, seitdem ich dieses Jahr auf Flow unterwegs bin, ist wirklich noch keins gebrochen, das spricht ja wohl für sich. Die Step-In Bindung ist natürlich top, da das permanente Ratschen nachziehen wegfällt und man ist einfach schneller wieder auf der Piste, zudem ist die Bindung super bequem.

Aber jede Marke ist nur so gut wie die Leute die sie leben und weiter entwickeln.  Gerade da, finde ich persönlich, dass Flow ein sehr familiäres Verhältnis ausstrahlt, man immer auf offene Ohren bei Produktfeedback stößt und sich einfach gerne mit den Leuten trifft.

Was verbindest du mit Flow Snowboarding?

Eine dynamische Marke, die Snowboards, Bindungen und Boots in guter Qualität auf den Markt bringen und sich stets weiter entwickeln und ein nettes Miteinander mit den Flow-Mitarbeitern – ja einfach ein toller Sponsor.

Mit welchem Set Up bist du derzeit unterwegs?

Natürlich fahre ich verschiedene  Boards aus der Flow-Serie in unterschiedlichen Terrains. Im Park fahre ich das Shifty und im Backcountry bin ich oft mit dem All-Mountain Board Drifter unterwegs... das man sich übrigens hier beim Gewinnspiel ergattern kann, einfach mitmachen, gewinnen und viel Freude mit dem Brett haben.  Ansonsten fahre ich noch die NXT-ATSE Bindung und den neuen Hylite Boot.

Du bist ja schon viele Jahre in diesem kurzlebigen Snowboardzirkus dabei und zählst schon zu den erfahrnen Pros. Wenn du zurück denkst an deine Anfangszeiten. In welchem Gebiet und wann standest du das erste Mal auf dem Brett?

Ich bin ja gebürtig aus Murnau und die Zugspitze und das Classic Gebiet von Garmisch-Partenkirchen liegt quasi vor meiner Haustür. Das erste Mal stand ich dann auch auf dem Hausberg (Classic Skigebiet GaPa) auf einem Snowboard...damals sahen die Bretter halt noch'n bissl anders aus als heute und meins war auch damals schon eher ein Auslaufmodell...

Hattest du einen Art Mentor?

ARESOFORAI – man war das eine schöne Zeit.

Wir waren eine Clique, die sich immer auf der Zugspitze rumgetrieben hat, gegenseitig gepusht hat neue Tricks zu lernen und einfach jede Menge Spaß dabei zu haben. Also einen einzelnen Mentor in dem Sinne gab es nicht, einfach gute Freunde und die gemeinsame Leidenschaft snowboarden.

Siehst du dich nun selbst als Vorbild oder brauchen Rookies überhaupt Vorbilder?

Ich glaube schon, dass Rookies Vorbilder brauchen, gerade in diesem Snowboardzirkus geht es darum nicht abzuheben, sich weiter zu entwickeln und seinen eigenen Style zu entwickeln.  Ich sehe mich nicht direkt als Vorbild, aber ich bin den jungen Fahrern gegenüber offen und gebe ihnen gerne Tipps weiter, sofern Sie fragen haben.

Mit wem bist du damals unterwegs gewesen?

Wie oben bereits gesagt, war ich am Anfang mit der ARESOFORAI Clique unterwegs.

 
Mit welchen Leuten bist du heute unterwegs? Hat sich da viel verändert?

Heute mit bin ich überwiegend mit Isenseven unterwegs. Aresforai waren damals (und sind heute noch) wirklich gute Freunde, die zusammen abgehangen haben. Mit Isenseven (die später dann auch viel auf der Zugspitze gefahren sind) ist es auch snowboarden mit Freunden, jedoch geht es hierbei natürlich auch um Business und gute Shots für das Video. Die Crewzusammensetzung hat sich natürlich auch im Laufe der Jahre stark verändert.

Hast du eine lustigste Anekdote aus dieser Sturm und Drang Zeit für uns?

...lustige Anekdoten bleiben lieber da wo sie bleiben sollen...

Hast du schon Pläne für die Zeit nach dem Snowboarden?

Na ich hoffe doch, dass ich noch einige Zeit am Snowboarden sein werde. Danach kann ich mir vorstellen wieder in meinen erlernten Beruf des Landschaftsgärtners zu arbeiten, die Arbeit macht mir Spaß da es ein recht vielseitiger Beruf im freien ist und im Winter ist meist Pause, so dass dann immer noch Zeit fürs snowboarden bleibt.

Du bist ja vor kurzem Papa geworden. Herzlichen Glückwunsch dafür! Hat dies die Einstellung zum Snowboarden geändert? Fühlst du dich verpflichtet verantwortungsvoller mit Risiken um zugehen? Eine Familie zu gründen ist sicherlich ein mutiger Schritt.

Ja danke, danke, die Einstellung zum Snowboarden hat sich nicht geändert. Ein Kind ist schon eine Bereicherung und natürlich fällt es etwas schwerer längere Zeit von zu Hause fort zu sein, aber ein Familienvater der auf Montage geht, gibt ja wegen eines Baby's auch nicht seinen Job auf.

Ich habe gemerkt, dass ich gerade diese Saison im Backcountry einige Situationen anders abgewägt habe und auf Nummer Sicher gehen wollte. Also unterbewusst wird man automatisch verantwortungsvoller, aber auf keinem Fall in solchem Maße, dass man den Spaß am fahren und neuen Situationen verliert.

Schön, dass ihr es als mutigen Schritt seht, eine Familie zu gründen, aber eigentlich ist es ja das „normalste der Welt“ und ich genieße gerade die Zeit.

Vermisst du beim Reisen deine Familie?

Ja natürlich vermisse ich meine Familie, gerade die ersten Tage sind immer etwas kontrastreich Familien- vs. Snowboardwelt, aber umso schöner ist dann das Wiedersehen...und mittlerweile ist der Stand der Technik ja schon so weit, dass es meist auch auf dem höchsten Berg die Möglichkeit zu telefonieren oder mailen gibt.

Es gibt aber auch immer ein paar Veranstaltungen wo die Familie mit kann.

Was möchtest du den Kids da draußen mit auf den Weg geben?

Geht raus, bewegt Euch, habt Spaß verschiedene Sportarten auszuprobieren und wenn Euch eine gefällt, gebt richtig Gas und hört nie auf besser zu werden.

Vielen Dank, dass du dir Zeit für das Interview genommen hast! Last Words? Wem möchtest du danken?

Danken möchte ich meinen Sponsoren, die mir ermöglichen meiner Leidenschaft in diesem Maße nachgehen zu können und meiner Frau, dass sie meinen Beruf mitträgt und das Familienschiff auf Kurs hält. Ach ja, und meiner Tochter für überraschende Momente.





Andre' Kuhlmann Flow Snowboarding



GEWINNSPIEL

Wie du bereits im Interview gelesen hast, könnt ihr exklusiv mit boardscout.de und Flow Snowboarding das Flow Drifter gewinnen. Neben dem Flow Drifter als Hauptpreis verlosen wir noch einige andere tolle Preise, wie z.B. den insenseven Movie „Dont Panic“ und einer Vielzahl von Pleasure bzw. Insenseven T-Shirts.

Das Einzige, was du dafür tun müsst, ist uns zu sagen, warum gerade du das Flow Drifter gewinnen solltest!? Schicke einfach eine E-Mail mit deiner Begründung an gewinnspiel@boardscout.de. Bitte vergiss dabei nicht, deine Körpergröße oder deine Wunschlänge anzugeben.

PS: Wenn dir das Gewinnspiel gefällt und du es auch deinen Freunden auf Facebook zeigen möchtest, dann werde Fan von boardscout.de. Sollten wir uns zwischen der Vielzahl der eingegangenen Begründungen nur schwer entscheiden können, dann steigt deine Gewinnchance unter Umständen, wenn du Fan auf unserer Facebookseite www.boardscout.de/facebook bist.


Wir wünschen Euch viel Erfolg bei der Teilnahme!



Flow Drifter Gewinnspiel

Drifter

All Mountain / Freestyle

Das Drifter ist ein Board für alle Fälle, egal ob im Powder, Park, Pipe oder auf Rails. Es ist DAS BOARD schlechthin.

Die neue Whiskey Rocks Konstruktion mit vier Basalt-Gummi-Einlagen im Bindungsbereich sorgen für eine direkte Kraftübertragung und perfekte Kantenkontrolle.

 • Das Drifter hat einen direktionalen Shape, sowie einen leichten Setback für einen All Mountain Freeride Stance.

Der I-Rocker mit einer konvexen Base gibt dir das perfekte Surf-Gefühl. Massiver Pop und Stabilität sind das Ergebnis.

• Die Sintered 4000 Base des Drifters ist sehr schnell und haltbar.

Die in der Nose und im Tail eingearbeiteten neuen Whiskey Shooters aus Carbon geben dem Board mehr Pop.

• Flow verwendet beim Dual Transitional Sidecut eine Kombination aus zwei verschiedenen Radien. Der enge Radius für schnelle Kurven verläuft zwischen den Füßen. Kurz vor Nose bzw. Tail geht dieser in einen dezenteren Radius über. Die Kombination dieser Radien stabilisiert das Board bei hohen Geschwindigkeiten und erleichtert dir das Fahren in steilem Gelände.

Technologie: • Whiskey Rocks • Whiskey-Shooter • Quadrax • I-Rock • Sintered 4000 Base DT Sidecut

Längen: 153, 156, 159, 162, 159W, 163W

 
Rechtsweg ist ausgeschlossen, Teilnahmeschluss ist der 31.01.2012, der Gewinner wird telefonisch bzw. schriftlich benachrichtigt.

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